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Nr. 59 Frühling 2001
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  SPUREN Archiv Ausgabe Nr. 59 Frühling 2001
 
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Gebündelte Sonnenkraft
Seit 150 Jahren gibt es die Theorie dazu von Jakob Lorber. Seit 16 Jahren werden sie produziert. Sind Sonnenheilmittel die Medizin der Zukunft?
Von Claude Jaermann

Eine 40-jährige Frau leidet unter den bekannten Begleiterscheinungen einer Chemotherapie. Nach der Einnahme eines gehäuften Kaffeelöffels des Sonnenheilmittels Nr. 4 Kampfermilchpulver verschwinden die Symptome augenblicklich. Ein 66-jähriger Mann wurde von einem Auto angefahren und brach sich das Sprunggelenk des linken Beines. Trotz Operation litt er unter starken Schmerzen, die auch nach der Entfernung der Gelenkschrauben nicht nachliessen. Er netzte einen Leinenlappen mit dem Sonnenheilmittel Nr. 2 Mohnblütenöl, band den Lappen um sein lädiertes Sprunggelenk und erwachte am nächsten Morgen ohne die Schmerzen, unter denen er zuvor während Monaten gelitten hatte.
Solche und ähnliche Berichte von Wunderheilungen durch Sonnenheilmittel vernimmt man immer wieder. Doch was sind überhaupt Sonnenheilmittel? Wie werden sie hergestellt? Warum wirken sie in gewissen Fällen derart spektakulär? Und: Sind sie die Medizin der Zukunft?

Heliopathie - die Homöopathie des Lichts
Wer liegt nicht gerne an der Sonne und lässt sich die nicht immer ungefährlichen Strahlen auf den Pelz brennen? Ohne Sonne kein Leben, lernten wir bereits in der Schule. Doch nebst der in den Sommermonaten getankten Energie soll die Sonne, in Heilmittel gebunden, genauso ihre Kräfte entfalten können. Wir versuchen zwar den Wirkungsgrad von Sonnenkollektoren zu erhöhen, um damit mehr umweltfreundlichen Strom zu gewinnen. Die Bindung von Sonnenenergie in Heilmittel ist jedoch ein noch weitgehend unbekannter Faktor in der Medizin, obwohl die Idee dazu bereits 150 Jahre alt ist.
Der Entdeckung dieser Allerweltsmittel liegt eine Aufzeichnung zugrunde, die ein Mann durch eine innere Stimme empfangen haben soll. Dieser in weiten Kreisen unbekannte mediale Autor, der Grazer Lehrer Jakob Lorber, schrieb während seines kurzen Lebens (1800 - 1864) 25 Werke zu je 500 Seiten über «die Haushaltung Gottes und die dreijährige Lehrzeit Christi» nieder (siehe Kasten). Eines von Lorbers Büchern mit dem Titel Die Heilkraft des Sonnenlichtes (Verlagsgemeinschaft Friedrich Zluhan OHG, D-Bietigheim), handelt davon, wie die Sonnenkraft an verschiedene materielle Träger gebunden werden kann. Die so gespeicherten Lichtphotonen sollen direkt auf geschwächte Seelenteile wirken und die damit verbundenen Körpersymptome heilen. Wirkt bei der klassischen Homöopathie noch die aus der Materie (Mineral, Pflanze, Tier) befreite Energie, so soll bei der Heliopathie auf diesen «Umweg» über die materielle Schwingung verzichtet werden können.

Wie kommt die Sonne ins Mittel?
Die Sonnenheilmittel werden seit 1984 exakt nach den Beschreibungen Jakob Lorbers hergestellt. Zur Zeit wird auf Zypern und Mallorca produziert, da die Sonneneinstrahlung auf diesen Ferieninseln bekanntlich zuverlässiger ist als in unseren Breitengraden. Verschiedene Trägersubstanzen wie Milchzuckerkügelchen, Mohnblüten in Olivenöl, Wacholderbeeren, Ziegenmilch, Kampfer, Arnika, Kastanien, Rhabarber, Zwetschgenholz, die je ihre spezifische Heilwirkung haben, werden über längere Zeit der Sonne ausgesetzt. Bei Jakob Lorber heisst das für die Milchzuckerkügelchen beispielsweise: «Stellet dann die Tasse mit den Kügelchen längere Zeit hindurch den Sonnenstrahlen aus, so werden diese Kügelchen den Sonnenstrahl und dessen sämtliche Lebensspezifikalgeister in sich aufnehmen.»
Je nach Trägersubstanz ist der Vorgang der Besonnung verschieden. Während die als Sonnenheilmittel Nr. 1 bezeichneten Sonnenglobuli in speziellen violetten Glasschalen der Sonne ausgesetzt werden, muss das Mohnblütenöl in UV-durchlässigen weissen Flaschen besonnt werden. Zudem wird diese Mischung täglich mehrmals geschüttelt.
Allen Mitteln eigen ist die Qualität der verarbeiteten Stoffe und eine von A bis Z durch Menschenhand getätigte Produktion. Sämtliche verwendeten Grundsubstanzen stammen entweder aus eigenem biologischem Anbau oder von wild wachsenden Pflanzen. Gemäss Herstellerangaben der Miron GmbH folgt die Produktion damit einem Urprinzip der Medizin, wonach nicht nur der Wirkstoff einer Substanz allein für das Heil eines Kranken zuständig ist, sondern auch der Mensch, der den Grundstoff zu einem Heilmittel verarbeitet.
Die Produktionsanlage auf Zypern erinnert an Kibbuzsiedlungen in Israel. Gäste, die sinnvolle Ferien erleben möchten, sind nach Voranmeldung willkommen im Naturschutzgebiet Akamas, Zypern, das 600 Meter über dem Mittelmeer liegt. Dort lebt und arbeitet eine multikulturelle Gemeinschaft, die auf unnötige Ablenkung wie TV, Radio, Zeitungen und Nachtleben verzichtet und dafür Ruhe und Rhythmus findet. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden konnte ein Steinbruch als Besonnungsort übernommen werden. Daneben werden auf 24 000 m2 Agrarland Reben und Kräuter angebaut.
Auf Mallorca wird eine weitere Produktionsstätte betrieben. Spanien gehört zur EU, womit das lästige Zollprozedere entfällt, da das Hauptabnehmerland der Sonnenheilmittel Deutschland ist. In Rumänien wird eine kleine Produktionsstätte geführt, die sich hauptsächlich der Herstellung von Zwetschgenasche, dem Grundstoff für eine Zahncreme, und dem Schälen von Edelkastanien widmet.
Nebst biologischen Grundsubstanzen, Handarbeit und viel Sonne ist auch der Glaube ein wichtiger Bestandteil der Sonnenheilmittel. Jakob Lorber, der seine Informationen ja von einer höheren Stelle empfing, schrieb schon auf der ersten Seite seines Werkes über die Sonnenheilmittel: «Vor allem gehört - besonders von seiten des Helfers - ein uneigennütziger, guter Wille und fester Glaube dazu, um mit solcher Meiner ihm geoffenbarten Gnade einem Leidenden in der Kraft meines Namens (Gott/Jesus) zu helfen ...»

Wer glaubt, wird gesund?
In seinem umfassenden Werk Sonnenheilmittel - Medizin der Zukunft, (Miron Verlag, Olten 1996) unterstreicht der Wiederentdecker der Sonnenheilmittel, der Schweizer Yves Kraushaar, die Bedeutung des Glaubens: «Eine entspiritualisierte Medizin, Psychiatrie, Psychologie oder Wissenschaft kann 'Heil' im umfassenden Sinne weder vermitteln noch erzielen.» Für Yves Kraushaar ist auch klar, dass wir mehr oder weniger in der Absonderung zum Einen (Gott, Schöpfer) leben und folgedessen krank sind. Den eigentlichen Begriff «Krankheiten» gibt es für ihn ebenso wenig wie den polaren Begriff «Gesundheiten».
In seinen Seminaren versucht der Sonnenpionier denn auch, die Menschen für diese Thematik zu sensibilisieren und ihnen dieses Weltbild zu vermitteln. «Aus der Sicht des 'Priesters', der heute aufgesplitterte und deshalb überflüssige Einzelberufe wie Arzt, Psychologe und Theologe in sich vereint, ist jedes Symptom lediglich eine sehr genaue und zuverlässige Anzeige einer Seelenschwäche», erklärt Yves Kraushaar. Jakob Lorber schrieb dazu: « É dass die Gesundheit des Leibes gleichfort einzig und allein von einer hinreichend kräftigen Seele abhängt.»
Dem ist eigentlich nichts beizufügen. Zur Kräftigung der Seele gibt es jedoch viele Wege, die vor allem in esoterischen Kreisen meistens in Richtung Osten führen. Da mutet der Aufruf zu einem christlichen, Jesus-bezogenen Leben leicht altmodisch an. Doch lehnen wir ja vor allem die kirchliche Institution ab und weniger den Glauben an etwas Höheres, egal ob das von Buddha, Mohammed oder Jesus verkündigt wird. Fragt sich nur, weshalb wir nicht alleine im Namen eines dieser Herren heilen können und wozu wir überhaupt diese Mittelchen denn brauchen? Liegt es wohl daran, dass wir auch mit denen da oben noch in der Polarität leben und das Weibliche im Himmel nicht sehen wollen?

Gesunder Geist im gesunden Körper
Nebst Sonne und Glaube ist auch die richtige Ernährung bei einer Sonnenheilmittel-Kur von Bedeutung. Damit die Sonnenheilmittel ihre optimale Wirkung entfalten können, wird eine entsprechende Diät empfohlen. Auf Koffein, Nikotin, alle tierischen Eiweisse und auf Rohkost, da schwer verdaulich, soll verzichtet werden. Jakob Lorber empfing und schrieb dies folgendermassen nieder: «Frische Mehlspeisen, entweder in einer frischen, aus reinem gesunden Fleisch gewonnenen Brühe oder auch in frischer, guter, nicht fetter Milch gekocht, sind - mässig genossen - allen anderen Speisen vorzuziehen.» Das Erstaunliche daran ist, dass in der Originalausgabe von Lorber Fleisch trotz tierischem Eiweiss erlaubt ist und heute nicht mehr empfohlen wird. Als Getränk wird kohlensäurefreies Mineralwasser empfohlen. Am besten solches, das vor dem Konsum ebenfalls besonnt wurde. Auch eine Fastenkur soll die Kraft der Sonnenheilmittel unterstützen, da der gereinigte, entgiftete Körper die lichten Substanzen besser aufnehmen könne als ein mit Ballast angereicherter.

Was meint die Wissenschaft?
Von Forschungsergebnissen der Biophysik wird Jakob Lorbers Lichtlehre bestätigt. «Jede Krankheit ist auf einen Lichtmangel in der Zelle zurückzuführen», so die Meinung von Professor Fritz Albert Popp des Internationalen Instituts für Biophysik in Kaiserslautern. Unter seiner Leitung wurden besonnte Milchzuckerkügelchen (Globuli) nach wissenschaftlichen Kriterien untersucht. Bei den besonnten Globuli wurde im Gegensatz zu den unbesonnten eine starke Biophotonen-Anreicherung festgestellt. Der Schweizer Biochemiker Dr. Hugo Niggli wies in seinen Studien am dermatologischen Institut des Universitätsspitals Lausanne nach, dass mit jeder Krebserkrankung massive Energieverluste einhergehen. Niggli sprach von einem «Versiegen des Zelllichtes».
Nebst diesen Erkenntnissen ist auch die Besonnungsart und die Aufbewahrung der Heilmittel ein wesentlicher Faktor zum Erfolg. Jakob Lorber beschrieb im bereits erwähnten Werk die Bedeutung des dunkelvioletten Glases, in dem die Trägersubstanzen der Sonne ausgesetzt werden sollen. Obwohl zur Konservierung edler Salben oder Essenzen seit Urzeiten dunkelviolettes Glas eingesetzt wird, ist dieses Wissen mit der Zeit wieder verloren gegangen. Nach zahlreichen Versuchen produziert heute eine Firma in Holland die dunkelvioletten Gläser zur Gewinnung und Aufbewahrung der Sonnenheilmittel. Verschiedene Institute testeten diese Gläser und kamen zum Schluss, dass im violetten Glas hoch sensible Körper mit Abstand die beste Konservierung und einen optimalen Bioschutz erhalten. Dr. Jakob Jütz, Dozent an der Ingenieurschule Buchs, weist zudem darauf hin, dass durch die rund 45%ige Durchlässigkeit der kurzwelligen UV-Strahlung biologische Substanzen stimuliert werden. Ist das der Grund dafür, weshalb auch nach mehreren Jahren Lagerung im violetten Glas Lebens- oder Heilmittel geniessbar und wirksam bleiben?

Was wirkt?
Viele Faktoren scheinen bei den Sonnenheilmitteln zusammenzuspielen: Sonne, Grundsubstanz, dunkelviolettes Glas, Glaube und Ernährung. Das Zusammenwirken dieser Einzelheiten ist vermutlich entscheidend, ob ein Mittel wirkt oder eben nicht. Auch hier scheint die Summe mehr zu sein als die einzelnen Teile.
Trotzdem muten die eingangs erwähnten und die vielen anderen im Buch Sonnenarkana - Herstellung und Anwendung, (Miron Verlag, Olten 1997) beschriebenen Fälle oft unglaublich an. Schulmediziner werden nach wissenschaftlich einwandfreien Beweisen schreien und klassische Homöopathen vermutlich auch. Die vielen Heilpraktiker, die zum Teil seit Jahren mit Erfolg Sonnenheilmittel einsetzen, kümmert das wenig. Sie sind überzeugt und brauchen nicht mehr Beweise als die Heilungsgeschichten ihrer Patienten. Ein Hauch von Geheimnis weht trotzdem um die Sonnenheilmittel. Vielleicht auch gut so.

Infos:
www.sonnenarkana.com
Listen mit Heilpraktikern, die Sonnenheilmittel einsetzen, sind erhältlich für die Schweiz bei Solux Arkana, Steinrain 8, 4663 Aarburg, Tel. 062 791 16 05; für Deutschland bei Miron, Friedrichstrasse 24, D-79618 Rheinfelden, Tel. 7623 790029.
Bücher: Sonnenarkana - Herstellung und Anwendung, Yves Kraushaar, Miron Verlag, Olten 2000, 96 Seiten, Fr. 20.-, DM 25.80. Sonnenarkana - Medizin der Zukunft, Yves Kraushaar, Miron Verlag, Olten 2000, 150 Seiten, Fr. 35.-, DM 42.50


Autor: Claude Jaermann | Profil
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Kommentare:

Beide genannten Adressen gibt es nicht mehr.
In der Schweiz liefert MIRON GmbH Tel. 0041 (0) 41 930 11 11
Fax 0041 (0) 41 930 11 04

In Österreich und Deutschland NUHROVIA Tel. 0043 (0) 7729 202 35
Fax. 0043 (0) 7729 202 364
E-mail nuhrovia@aon.at

05.05.2004 - 14:10 | Lutschitsch Karl | Profil

Die Tel.Nr. stimmt nicht
NUHROVIA Richtig ist
0043 (0) 7729 202 36

20.07.2004 - 16:55 | Lutschitsch Karl | Profil
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