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Nr. 63 Frühling 2002
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  SPUREN Archiv Ausgabe Nr. 63 Frühling 2002
 
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Dieses Kristall bildete sich aus,
als Masura Emoto zum Wasser
"Danke" sagte.
Kristalline Emotionen
Masaru Emotos "Fröhliche Wissenschaft" mit dem Wasser
Von Martin Frischknecht

Kaum ein anderer Grundsatz bestimmt unsere Wahrnehmung so sehr wie die Annahme "Was wir mit eigenen Augen sehen, das können wir glauben" ("Seeing is believing"). Nicht das Theater und nicht die Filmindustrie, nicht die Kunstfotografie und nicht die modernen Mittel der digitalen Bildbearbeitung haben uns von dieser Überzeugung bis heute je abbringen können. Noch immer gilt der visuelle Eindruck als Beleg für die Wahrheit.

Auch nicht die Zeugnisse grosser Weiser und Seherinnen - von Menschen demnach, deren Augen sich so gut nach innen wie nach aussen richten - haben vermocht, uns in dieser Sache umzustimmen. Auch wenn uns von dieser Seite immer und immer wieder nahe gelegt wurde, es handle sich beim Sinneseindruck der Augen um nicht mehr als um ein Spiel flüchtiger Trugbilder, sind wir diesem Zauber doch stets gerne erlegen. Und wir tun im Leben viel, um vor den anderen selber im besten Licht zu erscheinen.

Kein Grundsatz bestimmt so sehr das Denken und Hoffen der spirituellen Szene wie die Überzeugung, der Geist bestimme die Materie ("Mind over Matter"). Obschon wir in Zeiten des Materialismus leben, gilt als erwiesen, dass es nicht auf Masse und Material ankommt, sondern auf die Schwingung, welche die tote Materie beseelt. Exemplarisch für diese Art des Denkens steht die Homöopathie: Obwohl sich in einer Trägerflüssigkeit die entsprechenden Substanzen materiell nicht mehr nachweisen lassen, gelten sie als hoch wirksame Schwingungsträger mit heilender Information auf den Organismus.

Kaum ein Forscher hat es in jüngster Zeit besser verstanden, die beiden erwähnten Grundsätze so erfolgreich zusammenzubringen wie der japanische Wasserkundler Masaru Emoto. Wer die von ihm bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fotografierten farbigen Bilder von Wasserkristallen erblickt, hat es schlagartig begriffen: Also doch!

Unter Emotos Mikroskop und Kamera scheint endlich sichtbar geworden und für alle Welt bewiesen: Schadstoffe so sehr wie schlechte Gefühle beeinflussen die energetische Struktur des Wassers auf negative Weise. Emoto bespielt Wasserproben vor dem Fotografieren mit Musik, setzt sie schriftlich festgehaltenen emotionalen Botschaften aus - auf einem Zettel unter der Probe steht auf Japanisch "Liebe", unter einer anderen "Hass" - und die Proben kristallisieren anschliessend auf markant unterschiedliche Weise.

Glauben wir denn jetzt endlich, dass es einen Unterschied macht, ob wir Heavy Metal oder ob wir Mozart hören? Schlag nach bei Emoto! Wer es vorher nicht selber gemerkt hätte, der kann es hier mit eigenen Augen sehen: das bräunlich schwarze Zerrbild einer Struktur steht einem hoch komplexen ebenmässigen Gebilde gegenüber.

Sind noch Fragen? Allerdings! In seinem ersten auf Deutsch erschienenen Buch hat Masaru Emoto einige der häufigsten an ihn gerichteten Fragen aufgenommen und gleich selber beantwortet. Leider handelt es sich dabei eher um eine Art Fanpost von begeisterten Leserinnen seines ersten Bildbandes und von Zuhörern seiner Vorträge. Die grossen Fragezeichen tauchen eher am Rande auf. Wenn Masaru Emotos Popularität weiterhin derart sprunghaft zunimmt, werden sich diese Fragen jedoch rasch in den Vordergrund drängen.

Es geht um die Wissenschaftlichkeit dieser Untersuchungen. Um die zu belegen, ist es unabdingbar, dass sich die Versuche unter gleichen Voraussetzungen an irgendeinem Ort der Welt von irgendeinem anderen Forscher wiederholen lassen und sie die gleichen Ergebnisse hervorbringen. Das ist aber nicht der Fall. Emoto gesteht diesen Mangel der Reproduzierbarkeit freimütig ein, verweist aber auf die erstaunliche Tatsache, dass in der Natur nicht ein Schneekristall dem anderen zum Verwechseln gleicht. Allerdings verschweigt der japanische Forscher, dass auf ein von ihm veröffentlichtes Bild einer Wasserprobe jeweils 49 weitere Kristallbilder kommen, die er der Öffentlichkeit vorenthält.

Hinzu kommt der menschliche Faktor. Wenn einer der Fotografen krank ist oder nicht gut drauf, wird aus den Kristallbildern nichts, da kann es sich um noch so reines Wasser handeln. "Ich fühlte, dass ich mich bei schlechter Stimmung auf keinen Fall mit dem Versuch beschäftigen durfte", schreibt einer von Emotos ersten Mitarbeitern, Dr. Kazuya Ishibashi.

Ist die Sache damit als Schwindel abgetan? Wenn Wissenschaftler und Gegner der Esoterik beginnen werden, sich kritisch mit Emotos wundersamen Kristallbildern zu beschäftigen, zweifellos. Die Leute, welche jetzt beim Anblick dieser Bilder mitunter vor Rührung weinen und stöhnen, werden vor Entsetzen aufheulen, wenn ihr Star ins Kreuzfeuer der Kritik gerät. Die Fronten zwischen Esoterikern und Rationalisten werden sich weiter verhärten.

Das ist schade. Denn das Wasser hat uns tatsächlich einiges zu erzählen. Masaru Emotos Kristallbilder zeugen von einer reichen, noch wenig erforschten Wechselwirkung des menschlichen Geistes mit dem Medium Wasser. Die hartgesottene Wissenschaft ist offensichtlich nicht in der Lage, diese Beziehung in ihrer Tiefe zu ergründen.

Masaru Emotos Arbeit steht für einen anderen Zweig der Forschung, den ich probehalber mal als "Romantische Wissenschaft" ("Intuitive Sciences") bezeichnen würde. Das ist durchaus nicht abschätzig gemeint. Wer es als abschätzig auffasst, der hätte die Tragweite dieser Botschaften des Wassers tatsächlich nicht verstanden.

Masaru Emoto: Wasserkristalle, Koha Verlag, Burgrain 2002, 124 Seiten, Fr. 31.-
www.wasser-symposium.ch


Autor: Martin Frischknecht | Profil
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Kommentare:

Versuch macht klug, heißt es. Also versuchte ich Dr. Emotos Erkennt-
nisse "nachzuerfahren". Ich prägte in vielen Versuchen Wasser Informationen auf: Bachblüten, Homöopathie, Bilder von Heilpflanzen und Segenswünsche. Jedes Mal schmeckte das so geprägte Wasser etwas anders und die Heilinformation wirkte ganz eindeutig. Mir genügt das auch ohne Kristallbilder! Wir sind dabei, endlich zu entdecken, wie unsere Vorstellungskraft in die Materie wirken kann. Wissenschaft ist nicht alles und so lange man die neuen Gaben noch nicht perfekt beherrscht, gibt es eben Tage, an denen der Mensch glaubt, er könne, wenn er z.B. Kopfschmerzen hat, nicht richtig das Wasser segnen. Ich denke, das wir in 5-10 Jahren so weit auf dem gebiet sind _ allgemein - dass auch strenge Wissenschaftler beruhigt sein können, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Wer überwiegend seine linke Gehirnhälfte stimuliert, hat es sicher schwerer, Zugang zu diesen neuen Möglichkeiten zu finden. Ich schließe wieder mit einem schlauen Srpuch:
Suche, so wirst du finden. Nun denn --- auf geht's.
Franziska aus Hamburg

18.11.2003 - 7:03 | Franziska Michels | Profil

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