SPUREN, Magazin für neues Bewusstsein
Heartwaves-Shop
 Aktuelle Ausgabe | Verlag | Edition SPUREN | Archiv | Weblogs | Specials | Veranstaltungen | Kontakt | Links
Mitglied | Anmelden | Registrieren


Nr. 75 Frühling 2005
image
[ SPUREN im Abonnement ]
 Edition SPUREN
 
image
Das Wesentliche so nah
Das Zen des Glücks in uns. Das 3. Buch von Peter Steiner
 

 Impressum
 
Beim Menüpunkt Verlag finden sich unter anderem das Impressum und die Mediadaten.

SPUREN
Rudolfstrasse 13
CH-8400 Winterthur
Tel. +41 (0)52 212 33 61
Fax +41 (0)52 212 33 71
redaktion@spuren.ch
 
 
  SPUREN Archiv Ausgabe
 
image
Sonnenaufgang auf der Rigi
Was Mark Twain so eindrücklich in seinen Erzählungen geschildert hat, kann man heute nach einem 50-Kilometer-Nachtmarsch auch erleben. Blasen und schwere Beine inbegriffen.
Von Susanne Kläusler

Zugegeben: Es sind nicht einfach 50 Kilometer, die es zu überwinden gibt. In der Fachsprache heisst es 65 Leistungskilometer, worin alle Aufs und Abs einberechnet sind. Jedes Jahr wird dieser Marathon durchgeführt, und zwar immer – nomen est omen – in der Nacht vor Auffahrt.
Man trifft sich zwischen 19 und 20 Uhr beim «Sunnemärt» in Bremgarten. Nachmelden ist dort auch noch möglich. Gestartet wird frei nach eigenem Gusto. Vom speziellen Service, die Wanderschuhe in Schachteln zu verpacken und auf die Seebodenalp transportieren zu lassen, machen wir – meine Schwester und ich – gerne Gebrauch. So können die ersten, flacheren Kilometer in Turnschuhen zurückgelegt werden.

Stock und Stein
Die ganze Strecke ist ausgesprochen gut markiert und daher auch einfach zu finden. Wir folgen dem Flusslauf der Reuss. Über Wege und Stege, durch Naturschutzgebiet, an Weihern vorbei, über Brücken, Wiesen, Wälder, durch hüfthohes Gras, mal hören wir einen Nachtkauz, sehen Schwäne, Enten und unendlich viel mehr. Wir plaudern, laufen, geniessen den herrlichen Sonnenuntergang. Langsam dämmert es.

Tee und Bouillon
An insgesamt fünf Posten wird vom organisierenden Verein ... Tee, Bouillon und Kakao ausgeschenkt. Einen Becher haben wir mitgebracht, und beim Schöpfen füllen wir auch Flaschen und andere Trinkgefässe mit flüssiger Nahrung.
Es ist dunkel, und die Sterne sorgen für die richtige Stimmung unterwegs. Wir kommen zügig voran, der Weg ist abwechslungsreich und die Temperatur ideal zum Laufen. Im Dunkeln ist der Weg mit Kerzen markiert, und so laufen wir durch Waldstücke, von Kerze zu Kerze, es könnte nicht stimmungsvoller sein.
In Immensee schmerzen meine Beine ungewohnt. Wenn ich so herumsehe, wie sich einige bewegen, muss es auch anderen so gehen. Es gäbe jederzeit und an jedem Posten die Möglichkeit für den Rücktransport. Doch sachte: Wir machen erst eine längere Pause, essen ein Sandwich, einen Müesliriegel und etwas Schokolade, obwohl der Hunger gar nicht so richtig da ist. Wir trinken auch viel, doch die Beine fühlen sich nicht viel besser an. Wenigstens gibt der Bauch Ruhe.

Auf und davon
Unglaublich: Kaum geht es aufwärts, verschwinden die Schmerzen in den Beinen, und nachtwandern macht wieder richtig Freude. Langsam wird es hell, und wir freuen uns bereits auf den Sonnenaufgang. Die ersten Vögel erwachen und zwitschern. Zugersee und Vierwaldstättersee werden sichtbar, und auch der Pilatus taucht auf im Morgengrauen. Wir kommen auf der Seebodenalp an und wechseln unsere Schuhe. Die Füsse fühlen sich in den Wanderschuhen ganz anders an. Nochmals einen warmen Tee trinken. Dann geht es Schritt für Schritt weiter den Berg hoch. Obwohl die Rigi gerade mal 1798 Meter hoch ist, liegt am Nordhang noch Schnee. Das letzte Stück ist steil. Aber es lohnt sich, weil ein Panorama auf uns wartet, das uns begeistert.
Die Beine fühlen sich nun schwammig an. Noch 200 Höhenmeter, bevor wir uns im Restaurant auf den ersten freien Stuhl setzen, mit dem unsicheren Gefühl, ob wir von diesem je wieder aufstehen können. Doch was für eine Aussicht! Ein Genuss, der fast alle Strapazen vergessen lässt! Nach einem stärkenden Getränk nehmen Vereinzelte den Abstieg in Angriff. Unsere tonnenschweren Beine lassen keine solchen Gedanken aufkommen. Ein Blick auf die Leute, die rückwärts die Treppe hinunterlaufen, lässt uns ahnen, dass es anderen ähnlich gehen muss.

Infos: Verein Rigi91, Xavier Schüepp, 5621 Zufikon, Tel. 056 633 57 36


Autor: Susanne Kläusler | Profil
Seitenaufrufe: 5870 - Kommentare: 0
Print Print-Version | Email Artikel per E-Mail weiterempfehlen
 
 
Kommentare: Es sind noch keine Kommentare geschrieben worden.


Sie können diesen Artikel kommentieren, wenn Sie sich zuerst mit Ihrem Username/Passwort anmelden. Sie haben noch kein Username/Passwort? Registrieren Sie sich - es ist ganz einfach!

 
 
 Suchen
Suchbegriff eingeben:

[Erweiterte Suche]

 Newsletter
 
Regelmässig über SPUREN-Aktivitäten informiert sein?
 

Anzeigen
FengShui Lehrgang Seelenraum
Der Wohnraum ist Ausdruck der Seele, in dem sich Stärken und Schatten widerspiegeln. Gewonnene Erkenntnisse werden im Raum zielorientiert manifestiert
www.kunst-und-fengshui.ch
Bewusstsein mit Musik
Bestimmte Bewustseins- Zustände mit Musik erzeugen. Brainwave Entrainment, Hemisphären-Synchronisation. Cd's und MP3 Download.
www.heartwaves.ch
Stiller Aufenthalt
Meditationsretreat auf Lanzarote inmitten der Klarheit & Kraft der Vulkane. Für Menschen, die eine neue Ausrichtung suchen, sich zurückziehen möchten.
www.la-madreperla.com
 
 
Aktuelle Ausgabe | Verlag | Edition SPUREN | Archiv | Weblogs | Specials | Veranstaltungen | Kontakt | Links

© 2000 - 2012 SPUREN

Design by Octave 2 Media