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Nr. 84 Sommer 2007
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Das Zen des Glücks in uns. Das 3. Buch von Peter Steiner
 

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Atlantis überall?
Unzählige haben gesucht, gefunden, glauben zu wissen, wurden widerlegt, vergessen – und noch immer wissen wir nicht, wo Atlantis liegt. Oder doch?
Von Eva Rosenfelder

«Atlantis, du unsagbare Insel, tief im Meer versunken, von Fluten umwogt, du Geheimnisvolle, Schweigende und ewig Flüsternde, du Herrin der suchenden Seelen, noch immer hast du uns nicht verraten, wo du bist und was alles mit dir verschlungen wurde. Noch immer schenkst du uns Ozeane für unsere Träume, für unsere Sehnsüchte und Wünsche, zu dir herab sinken unsere Ängste, unsere Monster und alles, was wir bei Tageslicht lieber nicht sehen möchten …» So klang mein Seufzen, mein Stossgebet an die sagenumwobene Insel im Türkismeer.
Wer sich nämlich ernsthaft mit Atlantis befassen will, darüber liest und es sucht, der begibt sich wahrhaft auf eine unendliche Reise in die abenteuerlichsten Gewässer, und es ist sehr unsicher, wo man auftauchen wird: Wird man von einem Haifisch gefressen, klebt fest an den antiken Schilderungen Kretas oder verirrt sich im Gerippe eines Mammuts tief unten im Schlamm abgesickerter Fluten? Vielleicht landet man auch in Athen, horcht Platons Erzählungen über den Untergang der magischen Insel, befürchtet einen frühgeschichtlichen Scherz? Vielleicht aber führt die Reise auch nach Santorin? Dort soll nämlich ein Vulkanausbruch die Insel Thera zerstört haben auf dem Höhepunkt von deren Macht und Reichtum. Haben wir Atlantis schon gefunden? Aber da ist doch nachzulesen in Kritias und Timaion, den platonischen Schriften, dass Atlantis 10000 Jahre vor Christus existiert habe? Die Forscher haben da eine Lösung: Man teile Platons Zahl durch zehn, dann kommt man genau auf den Zeitpunkt der Zerstörung Theras. Voilà! Die haben eben damals die ägyptischen Hieroglyphen nicht richtig übersetzt – ist ja auch nicht so einfach!
Auch der deutsche Archäologe Albert Herrmann vermutet, dass Übersetzer bei der Angabe von Zahlen einfach Fehler machten: Nach einer Vermessung der zentralen Ebene in Tunesien fiel ihm auf, dass seine Massangaben mit denen Platons genau übereinstimmen, würde man sie durch dreissig teilen … Er glaubte, das verschwundene Atlantis in der Sahara entdeckt zu haben. Im Sandmeer fand dann auch der Forscher Paul Borchard einen ausgetrockneten Salzsee, den Schott-el-Dscherid, der früher Atlantissee geheissen hatte. Völlig überzeugt war er, als er darauf auch noch eine Insel namens Poseidon fand: Atlantis war nämlich dem Meeresgott Poseidon geweiht. Aber leider wurden seine Erkenntisse später widerlegt.
Auch in der Antarktis entdeckte man Atlantis, diesmal durch eine globale Umkehr ins Südpolgebiet verrutscht: Die Rotation der Erde habe sich verändert, so sei, was vorher am Pol war, in die äquatoriale Gegend gewandert. Der Beweis: An der Antarktis wurden Reste einer üppigen Vegetation gefunden. Die Pol- und Erdplattenverschiebungen habe Erdbeben, Flutwellen und einen Anstieg des Meeresspiegels verursacht.

Gefunden!
Dann hat der Geoarchäologe Eberhard Zangger die Legende entziffert: Die Geschichte von Atlantis sei nichts anderes als die Beschreibung von Troja und den Ereignissen zur Zeit des Trojanischen Krieges. Troja war ja auch an einer Meeresenge, hinter der ein Ozean liege. Zudem habe es in Troja, wie bei Platon beschrieben, warme und kalte Quellen gegeben und den Stierkult. Und wie in Atlantis war Poseidon auch in Troja Schutzpatron. Doch andere Forscher wollen von einer Entzifferung der Legende nichts wissen: Sie vermuteten Atlantis in der Nordsee, östlich von Helgoland, oder in der Nähe vom heutigen Gadiz in Südspanien, sie fanden es im Kaspischen Meer, in Mexiko, in Nord- und Südamerika, in Gibraltar, im Iran, in Ostpreussen, im Irak … Andere aber waren sicher, es existiere nicht geografisch, sondern nur als Legende.

In undurchsichtigen Tiefen
Allen gemeinsam ist die Erzählung von einer Insel, auf der goldene Tage herrschten, das öffentliche Leben, Handel und Wirtschaft blühten. Die Atlanter sollen es weit gebracht haben, doch hochmütig sollen sie geworden sein und Krieg geführt haben um die Vorherrschaft auf der Erde. Dann, sagte Platon, sind sie unter katastrophalen Umständen «im Verlauf eines schlimmen Tages und einer schlimmen Nacht» untergegangen. Mögliche Ursachen gäbe es viele: Meteoriteneinschläge, Sintfluten, Erdbeben, Vulkanausbrüche … Wo aber die Insel lag, wie gross sie war und ob es sie überhaupt je wirklich gegeben hat, das weiss eigentlich niemand.
Genau das ist es, was die glühenden Wissenschaftlerseelen antreibt, immer gewagtere Theorien erblühen zu lassen, für die sie oft mehrere Jahre ihres Lebens investieren, und die dann langsam verblühen, in Bibliotheksgestellen verstauben ... Und verschollen bleibt Atlantis.
Mein Tauchgang führte mich auch in esoterische Gewässer, dorthin, wo atlantische Seelen versuchen aufzutauchen … Helena Blavatsky, die Mutter der Theosophie, sprach von der Evolution durch Reinkarnation. Die Geistseele soll sich Eindrücke der vergangenen Leben bewahren. Blavatsky war aufgrund ihrer Eingebungen überzeugt, dass die atlantische Kulturepoche lange angedauert hatte und die Atlanter grosse Kenntnisse hatten: Sie hätten die Luftfahrt beherrscht und waren bewandert in Alchemie, Mineralogie, Physik und Astronomie. Sie seien auch die Erfinder der Astrologie gewesen. Doch leider missbrauchten sie in der Spätzeit ihrer Kulturepoche ihre Kräfte und versanken in finstere Zauberei. «Sie waren damals berühmt für ihre magischen Kräfte und ihre Verruchtheit, wegen ihres Ehrgeizes und ihrer Herausforderung der Götter.»
Das atlantische Wissen wurde bereits vor dem Untergang anderen Kulturen übermittelt. So legten die Atlanter den Grundstein zu anderen Hochkulturen, wie Ägypten, Sumerer, Indien, Mexiko – der Maya-Kalender soll auf atlantisches Wissen zurückgehen. Wissen wurde aber nur unter strengster Geheimhaltung weitergegeben. Nie mehr sollten die Kenntnisse in die Hände unreifer Seelen fallen. Blavatsky war überzeugt, dass die grossen Eingeweihten von Atlantis die Flut dazu benutzten, um die Erde von allen schlechten Zauberern unter den Atlantern zu befreien, aber die Menschheit sollte nicht ohne geistiges Wissen gelassen werden.
Rudolf Steiner, Vater der Anthroposophie, ging auf die Übergänge von der lemurischen zur atlantischen Kultur ein: «Der Lebensleib der Lemurier war zu wenig geschützt, um den Einwirkungen des luziferischen Wesens genügend widerstehen zu können. Sie konnten die Willkür des Ich, des in ihnen befindenden Feuerfunkens, so weit ausdehnen, dass sie in ihrem Umkreis mächtige Feuerwirkungen schädlicher Art hervorriefen. Die Folge war eine gewaltige Erdkatastrophe.» Sie soll gemäss Steiner etwa 8500 vor Christus stattgefunden haben. Das Ereignis war der Untergang von Lemurien, einer der frühsten Epochen der Menschheitsgeschichte. Nur ein kleiner Teil von Menschen, «die vom Irrtum unberührt geblieben waren», konnte sich retten auf das Land, das auf dem Flecken der Erde war, der gegenwärtig vom Atlantischen Ozean bedeckt wird. Und in diesen Tiefen tauche ich nun, ohne jegliche Orientierung, und der Druck in meinen Ohren nimmt zu. Im Schiffswrack tief unter mir sehe ich Schatten huschen: «Frau Blavatsky? Herr Steiner? Sie hier? Wo geht es hier nach Atlantis? Oder muss ich Lemurien suchen?» Doch das Meer schweigt, nur ein leises Gurgeln ist zu hören.

Ur-sprünge
In der Bibel wird die Zeit vor dem Einwirken des luziferischen Wesens die «paradiesische Zeit» genannt. Die Esoterik sieht die Entstehung der Menschheit nicht von einem einzigen Menschenpaar ausgehend: Menschen sollen an verschiedenen Orten gleichzeitig begonnen haben, die Erde zu besiedeln. Die ersten Urgattungen waren die Polarier und die Hyperboräer. Die Polarier lebten vor etwa 18 Millionen Jahren in einem unvergänglichen, heiligen Land. Die Hyperboräer hätten das Gebiet um Griechenland und Nordeuropa besiedelt. Beide pflanzten sich asexuell fort, waren mehr mythische als menschliche Gestalten. Erst mit den Lemuriern begann die Kette der Evolution, in die wir heute Lebenden einbezogen sind. Hans-Dieter Leuenberger schreibt, Lemuria sei zwischen 700000 und 25000 Jahren vor Christus in den Fluten versunken. Lemurier, die die Flutkatastrophe überlebt hatten, verteilten sich auf die zu Inseln gewordenen Landresten, unter ihnen auch Atlantis.
Ob sie dort bereits eine hoch stehende Kultur vorfanden oder ob sie dieser zur Entwicklung verhalfen, ist unklar. Von Atlantis her lösten sich drei Emigrationswellen, die den damals vorhandenen Stand an Kenntnissen mitnahmen und dadurch eine bestimmte Evolutionsstufe verkörperten. Leuenberger vergleicht diese Wellen mit Strahlen – ich persönlich verstehe sie als Teilaspekte der göttlichen Energie: Der erste Strahl stand für Kraft, der zweite für Weisheit und der dritte für die Anwendung, Verbindung der beiden anderen Strahlen. Erst wer den Zugang zu allen drei Strahlen gefunden hat, ist wirklich eingeweiht. Der dritte Strahl soll aber noch nicht ganz entwickelt gewesen sein, als Atlantis unterging. Es scheint die Aufgabe der Nachfolgenden zu sein, hier eine Verbindung zu schaffen. Ich paddle über dem Boden des Schiffwracks: «Wo nur haben sie alle den Schatz ihrer Erkenntnis gehoben? Je näher ich komme, Atlantis, desto weiter entfernst du dich …!»

Heilen im Geist von Atlantis
Vielleicht die Heiler da hinten im Korallenriff? Vielleicht werden sie mir den Weg weisen mitten durch das Dickicht atlantischer Literatur, Bücher, dick wie Quallen, Theorien wie glitschige Wasserpflanzen …
Edgar Cayce war durch Selbsthypnose fähig, sich in einen schlafähnlichen Zustand zu versetzen, in dem er hellseherisch wurde und erstaunliche Botschaften übermitteln konnte. Er machte auch Aussagen zum Erscheinen des Menschen auf der Erde und zu seiner nachfolgenden Entwicklung. Er hatte die Fähigkeit, vielen Menschen helfen zu können, verstand aber seine Aussagen auch als Mahnung für die Zukunft: «… die Atlanter waren weit fortgeschritten und mit göttlichen Fähigkeiten begabt, aber sie vergassen auf der Erde den einen Gott, in dem wir alle leben und unser Sein haben. Daher lösten sie jenes Unheil aus, welches zwar die Körper, aber nicht die Seelen zerstören konnte. Viele, sehr viele Atlanter sind gegenwärtig auf der Erde verkörpert. Diese scheinen auch wieder in denselben Bereichen zu arbeiten, und wieder liegt es offensichtlich in ihrer Hand, eine Hochtechnologie, wie etwa die Atomkraft, weise oder zerstörerisch zu nutzen.»
Auch Osho soll gesagt haben: «Die Insel lag mitten im Atlantik. Atlantis versank im Ozean nicht durch irgendeine Naturkatastrophe. Es handelte sich tatsächlich um das Gleiche, was heute vor sich geht: Es war des Menschen eigene Macht über die Natur. Es geschah durch Atomenergie, dass Atlantis unterging. Es war ein Selbstmord der Menschheit.» Viele Heiler fühlen einen starken Bezug zu Atlantis. Vicky Wall wurde 1983 von einer Stimme aufgefordert, «die Wasser zu teilen», und erschuf so die Aurasoma-Essenzen. Sie sah Verbindungen zu Atlantis, wo mit Licht und Farbe gearbeitet wurde. Man nimmt an, dass in Atlantis Farben zum Heilen und zur Bewusstseinsentwicklung eingesetzt wurden. Vicky Wall vermutete, dass es vor allem wiedergeborene Atlanter seien, die sich interessierten, mit ihren Essenzen zu arbeiten.
Auch für Dorothea Uhr, Heilerin in Winterthur, hat Atlantis mit Kristallen und Farben zu tun. Mit Kristallen zu heilen sei ein Wissen, das ihr aus tiefster Seele vertraut sei. Sie glaubt, dass Atlantis und Lemurien gleichzeitig existierten, da es vor allem Energien waren und noch heute sind. «Alles ist Jetzt, nicht nur Atlantis.» Danke, Dorothea! Das ist mein Signal, während deine Worte nachklingen, tauche ich mitten durch die perlenden Luftblasen und schwärmenden Fische hinauf, hinauf zum Sonnenlicht … Im Untergang sieht sie die Sintflut der Bibel. «Es war der Punkt, wo sich unsere Seelen zu männlichen und weiblichen Dualseelen geteilt haben.» Atlantis ist auf der ganzen Erde, es ist eine Teilenergie, die verdichteter ist als die lemurische Energie: die ist urweiblich und sanft. Zusammen bilden sie die Urenergie.
Wie erkennt sie atlantische Seelen? «Vielfach sind es Menschen, die grosse Probleme haben mit Schuld, Trauer und Missbrauchsthemen. Sie haben Mühe loszulassen, tragen die Themen Macht und Magie in sich. Diese Themen kommen immer aus dem Intellekt. Auch damals herrschte die mentale Energie. Jetzt aber geht es darum, Mental- und Emotionalenergie im Herzen zu verbinden. Eigentlich ist es immer dasselbe: Solange wir im Dualen verweilen, wird es Kämpfe geben. Wichtig ist es, in die Einheit des Herzens, des Ursprungs zurückzufinden.» Dorothea Uhr hilft mit Bewusstseins- und Lichtkörperarbeit, Energien zu integrieren. Sie sieht sich als geistige Hebamme, als Begleiterin auf dem Weg zur inneren Einheit.
«Oh Atlantis, wo immer du bist, du Geheimnisvolle, du Unsägliche! Ich danke dir für die Ozeane, in der all unsere Träume, unser Wünsche und unser Grauen bis heute versinken durften. Warum nur hast du mir nicht zugeflüstert, dass ich dich nicht suchen muss, nicht nach dir fragen muss, da du bist in meiner Seele? Oh wie lange verstand ich nicht, dass du nach mir rufen wirst, bis ich dich höre …
Jetzt endlich, unendliche Insel meiner Träume, jetzt bin ich gestrandet, sanft schlagen die Wellen ans Ufer, und die warme Sonne, oh Urinsel, trocknet mit ihren Strahlen meine Schwimmhäute …»


Autor: Eva Rosenfelder | Profil
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Kommentare:

Zum Artikel "Alles Atlantis"?
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Joana L. Braun, www.braun-lifecoaching.ch, Tel. 044 941 52 46

Beitrag von: Braun Joana L. am 29.06.2007 | 20:19

Nachtrag: Lemuria steht für die Blaupause der Schöpfung, so wie Gott/Göttin/All-das-was-ist diese Welt geträumt hat, bekannt als das Paradies, der Garten Eden, Shamballah, etc. Lemuria ist die Sehnsucht und Erfüllung unserer Seele, sie liebt das "Land des glucksenden Glücks" innigst.
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The goddess returns and she brings a light, sagt Lazaris, der zum ersten Mal von diesem gesegneten Land gesprochen hat (www.lazaris.com), sind wir bereit, ihr den Weg zu bereiten, ihre Fackeln zu sein?
Joana L. Braun, www.braun-lifecoaching.ch, Tel. 044 941 52 46

Beitrag von: Braun Joana L. am 29.06.2007 | 21:01
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