Medialität ist lernbar
Wir befragten den Medialen Paul Meek, ob und wie man Medialität lernen kann.
Von Martin Frischknecht
SPUREN: Sie sind hellsichtig und sagen von sich, Ihnen sei es unmöglich, die emotionale Empfindung anderer Menschen nicht wahrzunehmen. Was heisst das konkret?
Paul Meek: Wir begegnen in unserem täglichen Leben sehr vielen Menschen, mit denen wir nur oberflächlich in Kontakt kommen. Wenn ich jedoch jemanden mit der Hand begrüsse und diesem Menschen in die Augen schaue, bin ich automatisch im Kontakt mit dessen Aura. Die Ausstrahlung der Aura nennen wir das magnetische Energiefeld. Aus der Aura selbst und deren Energiefeld kann man den emotionalen und seelischen Zustand sehr intensiv wahrnehmen.
Medialität gilt als eine Gabe, die man hat oder eben nicht hat. Dennoch bieten Sie Seminare an, in denen Medialität gelehrt wird. Was kann man darin lernen?
Medialität ist eine Gabe. Wir alle haben jedoch verschiedene Begabungen, und sehr oft erkennen wir diese Begabungen nicht. Viele Menschen haben eine schöne Stimme und singen sehr schön, andere malen sehr gut, und wieder andere schreiben Gedichte. Aber nur durch ein qualifiziertes Training und viel Übung werden diese Begabungen erst auf ein professionelles Niveau kommen.
Ein besseres Wort für hellsichtig wäre hellsinnig, denn wir nehmen alles mit unseren inneren Sinnen wahr, und diese Wahrnehmung ist nicht nur auf «Sehen» begrenzt. Durch intensives Training werden diese «extra Sinne» entdeckt, und wir nennen das dann «den sechsten Sinn».
Wie sieht eine mediale Übung bei Ihnen denn aus?
Bevor man überhaupt daran denken kann, mediale Übungen zu machen, muss man in einer Gruppe lernen, sich medial zu öffnen, und das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, weil dieser Vorgang unter Aufsicht eines Mediums kontrolliert werden muss. Wenn die Gruppe sich medial geöffnet hat, kann man eine gute Übung machen, indem man einer Person aus dieser Gruppe die Augen verbindet, damit diese absolut nichts mehr sehen kann. Danach stellt man einen Teilnehmer dieser Gruppe vor die Person mit den verbundenen Augen und sagt. «Mache dein Aura-Energiefeld breit und versuche in das Aura-Feld von der Person, die vor steht, reinzugehen.»
Nun muss natürlich geprüft werden, ob die beiden Aura-Felder miteinander verbunden sind, und darauf sollte der Befragte einige Fragen beantworten, wie zum Beispiel: Gib mir eine Beschreibung von den Eigenschaften und der Persönlichkeit von diesem Menschen vor dir. Andere Fragen schliessen sich an, wie: Wie ist dieser Mensch gekleidet? Was siehst oder fühlst du für Farben? Die Rückmeldungen sind oft sehr erstaunlich, manchmal stimmen 70 bis 85 Prozent der Antworten. Wenn man nichts mehr sehen kann, ist man auf die inneren Sinne angewiesen. Nach einer solchen Übung muss man natürlich sein Aura-Feld wieder zurücknehmen und medial schliessen.
Was sind die Voraussetzungen, um von Ihnen in ein solches Training aufgenommen zu werden?
Zu meinem Programm gehört ein Grundseminar, das an einem Wochenende stattfindet. Nach diesem Seminar kann ich sagen, über welches mediale Potenzial ein Teilnehmer verfügt. Es versteht sich von selbst, dass nicht jeder Teilnehmer hoch begabt ist, aber zumindest kann jeder lernen, die Aura zu sehen, zu fühlen und zu spüren. Man lernt, sich medial zu öffnen und zu schliessen, und kann sich dadurch vor negativen Energien schützen. Die Voraussetzung für ein Grundseminar sollten Offenheit, Sensibilität, Liebe und Geduld sein.
Warum hatten Sie auch schon Kandidaten abgelehnt?
Jeder kann bei mir ein Grundseminar besuchen. Sollte ich jedoch feststellen, dass der eine oder andere Teilnehmer zu wenig Sensibilität hat oder Konzentrationsschwierigkeiten, so macht es wenig Sinn, so einen Teilnehmer in ein fortgeschrittenes Seminar oder gar in eine mediale Ausbildung zu führen.
Am 31 Mai 2008 hält Paul Meek in Zürich einen Vortrag und einen medialen Abend, Kontakt: Tel. 044 25 25 974. www.paulmeek.de
