SPUREN, Magazin für neues Bewusstsein
 Aktuelle Ausgabe | Verlag | Edition SPUREN | Archiv | Weblogs | Specials | Veranstaltungen | Kontakt | Links
Mitglied | Anmelden | Registrieren


 Inhalt
  <<  Zurück zum Weblog

20.07.2010
>> Schafstage
13.07.2010
>> Wetterhexen
06.07.2010
>> Am Staat nagen
22.06.2010
>> Welt, Ball und Tröte
15.06.2010
>> Käseporno
08.06.2010
>> Oshos Paradies
25.05.2010
>> Moment noch
 


 
 SPUREN Weblog von Christine Steiger
 
09.07.2008
Export Import

Die Stofftiere der Firma Steiff kehren aus China zurück. Das tun sie zwar sowieso, weil sie dort billig hergestellt wurden, um hierzulande teuer verkauft zu werden, aber diesmal gilt die Rückkehr der ganzen Produktion. Die billige Herstellung hat sich offenbar nicht ausgezahlt. Es fehlte an der Qualität, heisst es. Ich fürchte ja nur, dass wir aus China auch etwas importiert haben, das die Produktion in Deutschland wieder lukrativ macht: Längere Arbeitszeiten, niedrigere Löhne.

Ich kenne niemanden mehr, der nicht über Überstunden oder über die Hektik und den Stress am Arbeitsplatz klagt. China ist nicht mehr weit weg, sondern gleich nebenan. Die Verkäuferin im Lebensmittelgeschäft arbeitet von sechs Uhr morgens bis sieben Uhr abends, unterbrochen von einer Stunde Mittagspause. Sie sagt es hinter der vorgehaltenen Hand, weil sie ihren Arbeitsplatz nicht verlieren will. Sie habe dafür einen zusätzlichen freien Tag. Nur ist sie an diesem Tag zu nichts mehr fähig.

Ärzte arbeiten auch so lang, wendet eine Bekannte ein, der ich das erzählte. Ich finde das gar nicht beruhigend. Womöglich operiert mich so ein Langzeit-Doktor in Grund und Boden beziehungsweise unter den Boden. Aber der Unterschied zu der Verkäuferin besteht im Lohn und in den Aufstiegschancen.

Ich finde es schade, wenn Menschen der «wirtschaftlichen Entwicklung» geopfert werden, aber das heisst es ja schon im Begriff: Entwickelt wird die Wirtschaft – nicht die Menschen. Wir exportieren nicht unsere arbeitsrechtlichen Errungenschaften in Länder, deren Arbeitnehmer davon profitieren könnten, sondern importieren die Zwänge der Billiglohnländer, unter denen nun auch die hiesigen Arbeitnehmer leiden müssen.

Aber vielleicht bemerken wir doch noch eines Tages, dass sich billige Produktionen nicht auszahlen.


Autor: Christine Steiger | Profil
Seitenaufrufe: 1141 - Kommentare: 0
Print Print-Version | Email Artikel per E-Mail weiterempfehlen
 
 
Kommentare: Es sind noch keine Kommentare geschrieben worden.


Sie können diesen Artikel kommentieren, wenn Sie sich zuerst mit Ihrem Username/Passwort anmelden. Sie haben noch kein Username/Passwort? Registrieren Sie sich - es ist ganz einfach!

 
 
 Suchen
Suchbegriff eingeben:

[Erweiterte Suche]

 Newsletter
 
Regelmässig über SPUREN-Aktivitäten informiert sein?
 

Anzeigen
Am Tor zur Neuen Epoche
Seminarzyklus mit SHIN
MIROR-System: Chakra-Arbeit mit völlig neuen Dimensionen. Der Weg des unabhängigen Glücks. Integrales Lernen – Intuitives Tun
www.min-ilit.org
Liebe, Lust & Sinnlichkeit
Ferienseminar Ibiza, Wochenendseminare, Abendgruppe, Beratung für Einzelne & Paare. Nicola Marchesi
www.on-the-way.ch
Matrixferien in der Toscana
14.-19.08 - Bewusstsein erschafft Realität. Erleben und lernen, wie vitale Transformationsenergie Ihre Lebensthemen schnell und einfach transformiert.
www.seminare-matrix.de
 
 
Aktuelle Ausgabe | Verlag | Edition SPUREN | Archiv | Weblogs | Specials | Veranstaltungen | Kontakt | Links

© 2000 - 2010 SPUREN

Design by Octave 2 Media