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SPUREN
Weblog von Christine Steiger
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29.09.2009
Medizinmänner
Die Schamanen sind unter uns! Damit meine ich nicht etwa die zahllosen Hobby-Heiler und Heilerinnen, die fürs Handauflegen gern die Hand aufhalten. Nein, die Medizinmänner amten in gewöhnlichen Arztpraxen, besitzen einen Doktortitel, und geben – laut einer neuen Studie – ihren Patienten öfter mal ein Placebo, also ein Scheinmedikament, weil «dies die Selbstheilungskräfte stärke».
Ja was? Ich glaube es ja nicht! Wie war das doch noch vor wenigen Jahren um nicht zu sagen erst gestern? Mit Hohn und Spott wurden alle übergossen, die im Entferntesten esoterische Praktiken anwandten. Und wenn – ob hierzulande oder auf den Philippinen – eine Heilung entgegen jeder medizinischen Erkenntnis zustande kam, wurde sie als Placebo-Effekt und damit als Scharlatanerie diffamiert. Die Heiler fabrizierten bloss Hokuspokus, und die Patienten seien Suggestionen erlegen.
Dabei sind doch die Selbstheilungskräfte das grösste Wunder und müssten am Dringlichsten erforscht werden. Aber damit lässt sich kein Geld verdienen. Apropos Geld verdienen: Wie verbuchen wohl Ärzte ihre Placebos? Ganz wirkungsfrei seien sie nicht, beteuern die Medizinmänner in Weiss, es handle sich nämlich meistens um Vitaminpräparate. Und die bringen ja auch Kohle.
Ob es ethisch vertretbar sei, den Patienten ein Schein-Medikament anzudrehen, wird zwar noch diskutiert. Es ist halt schwierig, wenn man plötzlich genau das tut, was man anderen vorgeworfen hat. Und die echten Schamanen könnten jetzt eigentlich den Spiess umdrehen und von den Ärzten den Nachweis verlangen, dass sie keine Scharlatane sind, wenn sie sich schamanische Behandlungsmethoden anmassen, für die sie nie ausgebildet worden sind.
Zumindest können sie sich ins Fäustchen lachen.

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Kommentare:
Wenn du bereit bist die Verantwortung über dein Handeln zu übernehmen, wirst du auch einen echten Schamanen nicht mehr besuchen. Denn wenn du bereit bist, wird dein Lehrer vor dich treten und du selber wirst wissen und erkennen. Ich bin der Überzeugung, dass alles was in Kursen und Büchern erstanden wird, später gelöscht werden muss, damit das eigene entstehen kann. Die eigene Entfaltung ist im Leben, öffne dich!
Beitrag von: niffel am 02.10.2009 | 21:19
Liebe Christine
Das Thema weckt grosse Emotionen, wie es scheint. Ich lache ehrlich gesagt nicht (bin auch kein Schamane, sondern nur schamanisch praktizierend).
Was ist die Aufgabe der Ärzte? - Die Menschen gesund zu machen. Auf welche Weise auch immer.
Ich halte es nicht für eine esoterische Praxis, wenn ein Arzt ein Placebo verschreibt. In meinen Augen zeigt sich darin, dass auch unsere Medizin über die Selbstheilungskräfte bescheid weiss. Aber das ist keine Sensation. Viele verabreichte Medizin mit Wirkungsstoffen wirkt im Körper, um gewisse Prozesse zu unterstützen oder anzukurbeln. Auch da kann man vielleicht von "unterstützter" Selbstheilung sprechen. So weit weg sind wir nicht.
Die Psychologie darf da ruhig mitwirken, wenn es der Gesundheit ja förderlich ist.
Du hast schon recht, das Thema Placebo wirft immer wieder die Frage nach der Kompetenz eines Mediziners auf. Allerdings nicht, was seine schamanische Techniken anbelangt, sondern seine Ausbildung in Psychologie, die ihn zu einer solchen Therapie befähigt.
Ethische Gesichtspunkte können ewig diskutiert werden, bis die Diskussion verstummt und man zuweilen erkennt, dass jeder eine eigene Ethik haben darf.
Du kannst den Spiess noch weiter drehen: was soll ein Placebo kosten, einen Franken? - Na wirkt es dann auch oder erst ab 100 Fr.? - So bist Du inmitten einer Diskussion, wer wie weit die Hand des Auflegers aufmacht werden soll. Ich finde, wenn ein Placebo-Kügelchen für 300 Fr. einen Selbstheilungsprozess einleitet, ist es mehr als das wert, selbst wenn die Herstellung des Kügelchens nur 30 Rappen kostet.
*smile*
Wanderer
www.schamanenschule.ch
Beitrag von: Wanderer am 02.10.2009 | 21:52
Wenn jeder für sich die Verantwortung übernehmen würde, auch in Sachen Gesundheit auf allen Ebenen, so bräuchte die Menscheit wirklich viel weniger Medikamente. Mit den Placebos kann die fehlende Verantwortung "ausgetrickst werden".Ich bin begeistert über diesen Arikel, denn er zeigt sehr deutlich, dass der Glaube (an das "Medikament) selig macht.Jetzt müssen wir nur noch lernen ohne das Placebo direkt an die eigenen Heilkräft zu glauben. Auch der Glaube an die eigenen Heilkräfte kann seligmachen!!!!!!! Und das funktioniert!!!Iich habe das am eigenen Leib erfahren können im Zusammenhang mit Rückenschmerzen.Es ist ein tolles Gefühl, wenn ich erleben darf, dass ich mich selber heilen kann, indem ich an meine Heilkraft felsenfest glaube. Ich weiss mittlerweile, dass ich sie habe. Und jeder Mensch hat sie!!!!!!!
Beitrag von: Angelika Aebersold am 03.10.2009 | 1:23
Hallo miteinander.
Wenn ich schreibe "Du" meine ich das nicht auf Christine bezogen, sondern jeder einzelne - dazu gehöre auch ich! So wie Angelika es beschreibt. Natürlich gehen wir alle den eigenen Weg, das ist gut so.
Beitrag von: niffel am 03.10.2009 | 3:14
Unsere Aufmerksamkeit wird durch Beschwerden und Schmerzen auf ETWAS in uns gelenkt, was nicht stimmt! Das können körperliche, mentale, emotionale und energetische Prozesse sein. Dieses ETWAS hat mit 30 000 verschiedenen Informationen, Erfahrungen, Prägungen usw. zu tun und ist nur eine Facette, die deutlicher wird.
Haben wir dieses ETWAS in uns berührt, mit der Unterstützung eines Therapeuten, Arztes, Medikamentes, Trainings - kann es sich verändern! Manchmal hilfts, manchmal tauchen andere Dinge auf, die ebenso nicht stimmen - das Leben als Prozess!
Ein Plcebo einzunehmen kann manchmal gesünder sein als eine wirksame Droge mit allerlei Nebenwirkungen!
Nun, auf der einen Seite können wir, die als Schamane arbeiten oder praktizieren dankbar sein, denn alles was gut ist wird nachgemacht. Doch Placebos geben wir ja auch nicht ab, sondern das eine und andere Hilfsmittel. Doch, wenn es jetzt so ist, dann sollten sich die Ärzte nicht zu weit aus dem Fenster hängen, denn sonst wüsste keiner was zu tun ist, wenn einer allergisch auf ein Placebo reagiert und stirbt.
Oder ist es nur eine neue Masche an "unser" Wissen zu gelangen, das man dann verbieten wird? In Österreich gibt es jetzt vom Gesundheitsamt eine Kooperationsstelle Arzt - Heiler mit der Aussage "Wir sammeln das alte Wissen, damit es nicht verloren geht!" doch steckt nicht das sammeln von wirksamen Hilfsmitteln dahinter die dann später verboten werden?
Was wäre, wenn es in diesem Fall genau so beabsichtigt ist?
Beitrag von: Anthego am 03.10.2009 | 6:25
Ich stimme Deinem Hinterfragen zu! alles, was in das Bewusstsein gelangt weckt nicht nur positive unterstützende Kräfte sondern auch solche, die sich und ihre alten Gewohnheiten gefährdet fühlen und auf vorbeugende Weise dafür sorgen wollen, dass dieses Alte weiterlebt. "Es" sorgt, wie auch bei einem Süchtigen, für die Sicherung der Existenz, auch wenn sie zerstöerisch ist für den Menschen oder für die Gruppe, die ihn umgibt!
Mein Gedanke dazu ist, dass Dankbarkeit gegenüber dem Alten sehr wichtig ist, es war gut so wie es bisher war, aber nun kann es sich weiterentwickeln! Vertrauen wir darauf, dass die Wahrheit sich durchsetzt und wir die Wege der Abwehr bis hin zur Auslöschung des natrlichen Wissens in uns weitertragen!
Bei COUÉ in die Lehre gehen sollten da die Medices bzw., wie zu COUÉs Zeiten, auch die Hilfesuchenden aus aller Welt. COUÉ konnte noch einiges mehr als nur gerade moderne Placebo-Spiele. Bei ihm lernten die Leute die BEWUSSTE Autosuggestion. Damit ist eine bewusste Selbstverantwortung gemeint: Mit Autosuggestion muss man endlich den Kräften IN sich Antwort geben, deren Not man bisher immer überhört und die man hat verhungern lassen statt sie zu stärken, dann kann es gut werden.
Wenn man nur COUÉs kleines, in über 20 Sprachen in aller Welt verbreitetes Buch lesen würde, wüsste jeder: "Ich habe nie jemand geheilt. Die Kraft, die Sie mir zuscheiben, müssen Sie bei sich selber suchen!" und "Wenn ich Sie in dem Irrtum lasse, dass ich es bin, der Sie gesund macht, dann mindere ich Ihre Persönlichkeit." Das gilt - auch wenn sie es nicht sagen - für Ärzte und im Grunde für jeden.
AUTOSUGGESTION führt die "Placebo-Wirkung" aus dem Unterhaltungssektor raus in den Bereich der konkreten SELBSTHILFE.
Spätestens wenn sie mit ihrem Latein für sich selbst am Ende sind, sind alle froh, wenn sie noch etwas entdecken, was hilft. Darfs nicht auch ein wenig früher sein?
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe, DCI
COUÈs Rezept, 20 mal täglich laut vor sich hin gesagt: Es geht mir mit jedem Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser!
Aber was, wenn die Besserung, vielleicht sogar die Heilung tatsächlich eintrifft?
Keine Aufmerksamkeit mehr, keine Buße und keine Vergebung, kein Verstecken und kein Rückzug! Dafür Konfrontation, Herausforderung und manchmal Augenblicke des persönlichen Glücks!
Coué selbst ist - so erstaunlich das klingen mag - zu seinem wirklichen Welterfolg ohne die (manchmal auf den ersten Blick etwas kleinkariert wirkende) heute als "Coué-Methode" bekannt gewordene Coué-Methode gekommen. Coué hat nicht als Schüler allmorgendlich den Tag mit seiner "Es geht mir immer besser"-Generalformel begonnen und er hat sich auch nicht vor jeder Prürfung eine Minute lang mit "Ich kann, kann, kann, kann,..." stimuliert. Er schreibt einfach: "Ich wusste, dass ich es im Leben zu etwas bringen würde." Das genügt.
Von denen, die Coués "Notfallapotheke" = seine Formeln anwenden, sind zwar viele glücklich aber keiner hat damit der Autosuggestion wieder zu Weltruf verholfen. Coué konnte einfach noch ein wenig mehr noch ein wenig besser. Coué legte nicht jedesmal die alte Autosuggestionsplatte auf sondern er sprach jedesmal ORIGINAL mit den Kräften von Seele und Geist. Und es ist doch ganz klar, wie es dann nur weitergehen kann: So wie man mit seinen Nachbarn gut im Gespräch und die Freundschaft mit ihnen pflegen muss, so tut man das klugerweise auch mit den Talenten, die in einem selbst und anderen schlummern. Das sehe ich auch als Kern der Ich-kann-Schule: Nicht den Menschen mit Technik und Methode und Medien überlisten und überrumpeln sondern ein Leben lang geistreich statt geistlos mit seinem Geist und den Kräften seiner Seele im Gespräch bleiben.
Gerade hier sind wir doch im direkten Austausch mit den Kräften, die das Glück gewähren. Ist das Glück nicht immer wieder ein Widerhall jenes Glückes, dass wir Geist und Seele gönnen?
ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe
Tatsächlich gibt es ja diese sich selbst erfüllende Prophezeiung! Da auch in den Worten, ebenso wie in den Handlungen und unseren Gefühlen/Emotionen Energie eine bestimmte Energie enthalten ist, sollten Patienten auch dazu angehalten werden, nich tnur auf ihre Taten sondern auch auf ihre Gedanken usw. zu achten. Unsere persönliche LÖebensenergie eilt uns praktisch immer voraus und richtet unsere Aufmerksamkeit auf das, was wir zur Selbsterfüllung brauchen!
"Die Kräfte, die das Glück gewähren!" sind in dem Energiestrom enthalten, in dem wir fliessen. Glück ist dann, wenn wir dabei Facetten unserer eigenen Seelewieder treffen! Danke für Deine Gedanken FranzJosefNeffe
Beatrice
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