27.07.2010
Reinkarnation im Fernsehen
Am 1.August beginnt im Fernsehen eine dreiteilige Serie über Reinkarnation. Die Sendungen werden jeweils am Sonntag um 19.05 Uhr bei RTL ausgestrahlt. Die Idee ist bestechend: Menschen werden während ihrer Rückführungen gefilmt. Die Zuschauer erleben mit, was sie erzählen. Anschliessend recherchieren Historiker und andere Experten die «Fakten», suchen nach den Orten, und schliesslich begleitet das Kamerateam die Betroffenen an die Schauplätze, die sie in ihren Erinnerungen gesehen haben.
Bereits im vergangenen Jahr wurde eine Dokumentation ausgestrahlt. Eine Frau sah eine Burg wieder, in der sie vor Hunderten von Jahren gelebt hatte. Ein Mann besuchte das Kloster in Italien, das er in seiner Rückführung beschrieben hatte. Und die Schilderungen waren detailgetreu und kaum austauschbar. Es wirkte eindrücklich und ziemlich gespenstisch.
Theoretisch könnte das Ganze natürlich getürkt sein: Man sucht einen attraktiven Ort aus, engagiert für gutes Geld Leute, die vor der Kamera diesen Ort schildern und lässt dann die ahnungslosen Experten suchen, was sie eben finden sollen. Allerdings müssten in einen solchen Betrug so viele Leute eingeweiht sein, das er kaum lange geheim bliebe. In meinen Augen wäre das zu aufwendig. Aber möglich ist natürlich alles.
Doch auch wenn alles wahr wäre, würde das an den Überzeugungen der meisten Leute ohnehin nichts ändern. Wer an Reinkarnation glaubt, glaubt auch nach der Sendung daran. Wer nicht daran glaubt, wird sie sich schon gar nicht erst ansehen oder sofort nach verborgenen Tricks suchen. Als die RTL-Moderatorin Katja Burkard in der Talkshow «Kölner Treff» von den überraschendsten Ergebnissen der Reinkarnations-Suche erzählte, gingen die anwesenden Männer gar nicht erst auf ihre Erzählungen ein. «Ich glaube nicht an Reinkarnation», erklärte der Kabarettist Jochen Busse kategorisch, und der Journalist Torsten Körner befand schlicht, er sei «skeptisch». Nur die Frauen zeigten sich den geschilderten Phänomenen gegenüber offen.
Ich werde mir die Reihe jedenfalls ansehen. Ob wahr od
